Vokabeln lernen ganz einfach

Wie lerne ich am effektivsten Vokabeln? Online oder Offline? Grundregel: Jeder nach seinem Geschmack und wie er am besten lernen kann.
Das Erlernen von Vokabeln ist eine beliebte Frage gerade unter Sprachneulingen. Klassische Lernkartei, Vokabelheft, App auf dem Smartphone oder das Lernen am PC – die Möglichkeiten sind zahlreich. Hier kommt es auf Ihren Lerntyp und die Lernsituation an.

Je nach Situation ist es ratsam unterschiedliche Methoden zu verwenden. Lernt man allein, ist das handschriftliche Eintragen der Vokabeln in eine Lernkartei am sinnvollsten. in einer Unterrichtssituation passt ein Vokabelheft besser. Technik affine Menschen nutzen bevorzugt Apps und mobile Webseiten. Damit lässt es sich auch unterwegs gut üben.
Und wie lernen Sie Vokabeln?
Da wir oft mit der Frage konfrontiert werden, haben wir die drei gängigsten Methoden einige Tipps und Tricks zusammengestellt.

Lernkartei
Die Vorzüge der traditionellen Lernkartei lassen sich in zwei Stichwörtern zusammenfassen:
Freiheit und Fortschritt. Was ist damit genau gemeint?
Sie sind in der Auswahl der Vokabeln und ihrer Ergänzung völlig frei.
Ein Beispiel: Ich habe heute im Unterricht das Wort Kaffee gelernt. Ich trinke aber keinen Kaffee und möchte wissen, wie man Tee oder eine bestimme Teesorte sagt. Da ich frei von Vorgaben handele und selbst überlege, was ich in der Fremdsprache brauche, vollziehe ich den Schritt der „individuellen Anwendung“. Aus den Anregungen durch die Materialien bilde ich mir meinen eigenen Wortschatz.
Der Fortschritt besteht darin, dass mit der wachsenden Kärtchenanzahl auch mein Wortschatz wächst. Ich sehe,
wie mein Lernen vorangeht.
Nachteil einer Lernkartei ist, dass sich mit der Zeit sehr viele Kartei-Karten ansammeln, die man schlecht mitnehmen kann, gerade wenn es sich um eine große Box handelt.
Hierzu unsere Empfehlung: Wenn man fünf Mal eine Karte richtig beantwortet hat, dann ist diese Information im Langzeitgedächtnis gespeichert und man kann sie aussortieren. So schafft man Erfolgserlebnisse und sichtbaren Lernfortschritt.

Vokabelheft
Die Vorteile sind: Man schreibt die Vokabeln in der Reihenfolge, wie sie im Unterricht vorkommen. Das ist Kontext orientiert – die Situation im Unterricht kann als Aufhänger dienen. Nehmen wir an, das Wort Apfel kommt vor. Sie möchten noch wissen, wie Birne und Erdbeere heißen. Sie schreiben sich alle drei Vokabeln auf. Zu Hause werden Sie sich an die Situation erinnern und mindestens zwei von den drei Vokabeln lernen.
Nachteil ist die starre Reihenfolge. Man wiederholt auch die Wörter, die man schon kennt. Unser Tipp: Arbeiten Sie mit zwei Vokabelheften: Die Vokabeln, die man nicht kennt, in eine neue Seite eintragen. So werden die Vokabeln, immer „durchmischt“ wie bei der Kartei-Methode.

Apps: Kostenlose und kostenpflichtige Angebote
Hier ist das Angebot riesig und leider auch ein wenig unübersichtlich. Es gibt eine Vielzahl kostenloser Angebote. Wir empfehlen aber, lieber ein paar Euro zu investieren, um Applikationen ohne Werbung oder Einschränkungen zu nutzen. 
Der Vorteil dieser Apps: Die Begriffe werden automatisch passend zum Thema oder Lektion (Reise, Gastronomie, Business o.ä.) zusammengestellt. Der Lernfortschritt wird dokumentiert, über Erinnerungsfunktionen das regelmäßige Lernen angeregt. Solche Anwendungen fördern dank des spielerischen Umgangs die Motivation und können eine sinnvolle Ergänzung zu einem Sprachkurs bei uns sein. Auch die Tatsache, dass die App überall unterwegs genutzt werden kann, weil man das Smartphone sowieso immer bei sich hat, ist von Bedeutung. Hilfreich ist auch, dass die Lerninhalte vielfach muttersprachlich vertont sind, durch Bilder visualisiert und durch Beispielsätze in den richtigen Kontext gesetzt werden. So macht das Lernen damit Spaß und führt rasch zu Fortschritten. 

Fazit
Lernen Sie Wörter, die Sie interessieren und die Sie in Ihrem Sprachgebrauch anwenden. Sprechen Sie mit Ihrem Dozenten so oft Sie können in der Zielsprache. Selbst wenn Sie gerade nicht den Fall des Substantivs oder den richtigen Artikel kennen, sprechen Sie einfach darauf los. Verfassen Sie Kurzgeschichten, in denen die neue Vokabeln vorkommen. Lernen Sie lieber regelmäßig ein bisschen, als gelegentlich viel.
Üben Sie hingegen unregelmäßig sehr viel, dann werden Sie sich trotzdem weniger merken können, weil unsere Aufnahmebereitschaft sehr begrenzt ist.
Für alle Methoden gilt: die Wiederholung sollte sich auf maximal 25 Wörter begrenzen und die Übersetzung in der Muttersprache verdeckt sein. Und dann in die andere Richtung lernen, von der Muttersprache zur Fremdsprache.
Viel Erfolg

Vorheriger Beitrag
Neue Kurse nach den Sommerferien
Menü